Ja, was ist American Football eigentlich?
Hier haben wir für Euch ein Paar Artikel bereit gestellt, die einige Eurer Fragen klären können! Nachfolgend greifen wir ein Vorurteil auf, das sich in der Überschrift des Artikels bereits selbst erklärt.
Links hinter dem Button "Entwicklung" findet Ihr etwas zur Entstehungsgeschichte des American Football, hinter dem Button "Grundgedanke" Grundlagen zum American Football, und hinter "AF in Hannover" die Entstehungsgeschichte des American Football in der Landeshauptstadt Hannover.
AMERICAN FOOTBALL -
Ein wildes Geraufe? - Die Spielidee
American Football ist ein Spiel über 4 X 12 Minuten effektive Spielzeit zwischen zwei Mannschaften mit je 11 Feldspielern auf einem rechteckigen Feld von 90 - 120 Metern Länge und 50 Metern Breite, das in einzigartiger Weise Kraft und Geschicklichkeit mit komplexen Strategien und Taktiken verbindet. Die jeweils letzten 10 Yards (Meter) an den Enden des Spielfeldes sind die Endzonen, in die die Angriffsmannschaft (Offense) mit dem ovalen Ball eindringen muß.
Solch ein "Touchdown" zählt 6 Punkte und erlaubt der Offense einen weiteren Versuch "PAT - Point after Touchdown", in dem sie durch einen Kick zwischen die Torpfosten 1, oder durch einen erneuten Touchdown 2 Extrapunkte erzielen kann. Eine weitere Möglichkeit zu punkten sind das Feldtor (Fieldgoal), in dem der Ball aus dem Spielfeld durch die senkrechten Torlatten geschossen wird. Hiermit werden 3 Punkte erzielt.
Die Verteidigung (Defense) kann ebenfalls punkten, wenn sie den Ballträger der Offense in seiner eigenen Endzone zu Boden bringt. Dieser "Safety" wird mit 2 Punkten belohnt.
Nach der Seitenwahl beginnt das Spiel mit dem Anstoß "Kick-Off", der jeweils nach dem Touchdown oder zu Beginn der 2. Halbzeit wiederholt wird. Die Offense versucht den Ball zu fangen und so weit wie möglich in Richtung der gegnerischen Endzone zurückzutragen. An der Stelle, wo der Ballträger zu Fall gebracht wird, erhält die Offense einen 1. Versuch "First Down". Sie hat nun vier Versuche eine Strecke von mindestens 10 Yards zurückzulegen, um einen erneuten First Down zu erhalten.
Der "Center" nimmt den Ball auf und übergibt ihn an den Spielmacher "Quarterback", der nun entweder ein Laufspielzug oder ein Paßspiel durchführt. Dieses hat er vorher in der Spielzugbesprechung "Huddle" seinen Mitspielern angesagt. Eine gute Mannschaft verfügt über 500 Spielzugvarianten, die von jedem Spieler auswendig beherrscht wird. Diese Spielzüge sind durch Codewörter bezeichnet, da die Zeit zwischen den Spielzügen nicht ausreichen würde, jedem Spieler einzeln anzusagen, welchen Weg "Pattern" er gehen soll, bzw. welchen Raum er für den Ballträger durch Blocken des Gegners frei machen soll. Der Quarterback kann durch Änderung des Codewortes "Audible" an der Anspiellinie "LOS - Line of Scrimmage -" jederzeit den angesagten Spielzug ändern.
Solange ein First Down erreicht wird, bleibt die Offense im Ballbesitz und hat damit die Möglichkeit in der Endzone des Gegners einen Touchdown zu erzielen. Schafft sie es jedoch nicht, mit vier Downs einen First Down oder einen Touchdown zu erreichen, so geht das Angriffsrecht auf die Defense über, die dadurch zur Offense wird. Um dem Gegner eine möglichst große Distanz zum Touchdown aufzuzwingen wird in diesem Fall der Ball weit in die gegnerische Spielfeldhälfte gekickt. Die Defense hat allerdings die Möglichkeit das Angriffsrecht zu erobern, indem sie entweder einen Pass des Quarterbacks auf seinen Paßfänger "Receiver" abfängt oder einen fallengelassenen Ball "Fumble" erobert.
Da für sämtliche Spielpositionen Spezialisten benötigt werden, kann eine Mannschaft aus bis zu 50 Spielern bestehen, von denen jedoch jeweils nur 11 auf dem Spielfeld sein dürfen. Deshalb wechselt der Trainer "Coach" die Spieler entsprechend der Situation aus, um immer die richtigen Spezialisten auf dem Feld zu haben.
Bei den 11 Spielern der Offense handelt es sich um 5 Linienspieler "Linemen" die die Aufgabe haben, den Quarterback bei der Ballabgabe vor der Defense zu schützen. Sie dürfen dabei die Defense nur blocken, ein festhalten ist streng verboten. Die Linemen dürfen den Ball normalerweise auch nicht nach vorne tragen. Unterstützt werden die Linemen durch die Paßempfänger "Wide Receiver" und "Tight Ends". Im Rückraum "Backfield" hinter der LOS stehen die Ballträger "Half- bzw. Fullbacks" und der Quarterback.
Die Defense versucht jeden Ballträger daran zu hindern, den Ball nach vorne zu tragen, bzw. einen Paß zu fangen. Dabei hat sie nur darauf zu achten, daß sie einen Paßfänger erst dann berühren darf, wenn dieser den Ball mit seinen Händen berührt hat, um ihn zu fangen. Sie darf sämtliche Spieler der Offense daran hindern, dem Ballträger Raum zu verschaffen, den Ballträger darf sie mit allen erlaubten Mitteln daran hindern, Boden zu gewinnen.
Um zu überwachen, daß bei diesem harten Körperkontaktsport keine Fouls begangen werden, die den Spieler verletzen könnten, wird das Spiel durch bis zu sieben Schiedsrichter überwacht.
Wenn diese eine Regelwidrigkeit entdecken, zeigen sie das durch Werfen einer gelben Flagge an. Nach dem Spielzug hat die gefoulte Mannschaft die Möglichkeit die Strafe abzulehnen, wenn sie durch das Ergebnis des Spielzuges günstiger gestellt ist.